Oft wird Europa in zwei Teile geteilt. Kulturell, aber auch in den Köpfen. In Westeuropa, welches wir gerne als die Wiege, der europäischen Kultur ansehen und in das oft nicht so beachtete Osteuropa, welches von “anderen Europäern” bewohnt wird, den sogenannten Slawen.

Dort wird auch ein anderes Alphabet genutzt: das „Kyrillische“. Die Sprache ist auch ganz anders (… da versteht man kein einziges Wort!). Außerdem haben die auch einen anderen Glauben. …ach, wirklich? – JA! Die meisten sind „orthodox” und als trinkfest gelten diese Slawen nebenbei auch.

Leider reichen bei vielen Menschen, welche sich nicht mit dem “anderen Teil Europas” beschäftigen, die Vorurteile wirklich nicht weiter, obwohl das letzte zum Teil sogar zufällig stimmt. Das bestätige ich als Slawe 😊😅

Doch Gott sei Dank gibt es da noch mehr zu wissen und vieles zu entdecken. Beispielsweise dass, die Slawen aus vielen verschiedenen Nationen und Völkern bestehen, darunter die: Russen, Weißrussen, Polen, Tschechen, Slowaken, Ukrainer und natürlich den ehemaligen Jugoslawen. Zu diesen zählen die: Slowenen, Kroaten, Bosnier, Serben, Montenegriner, Nordmazedonier und ihre Nachbarn die Bulgaren.

Slawen Karte

Slawen Karte
Slawische Staaten in Europa. Ostslawen, Westslawen, Südslawen @WikiCommons

Betrachtet man die Slawen außerdem als eine “Einheit” bzw. als ein großes Volk, mit demselben Ursprung (was sie auch sind, wie ihr später noch erfahrenen werdet). So zählen Sie ca. um die 330 Millionen Einwohner, was knapp die Hälfte der 746 Millionen Europäer (Stand 2021) ist.

In diesem Beitrag soll es jedoch nicht darum gehen, bestimmte Vorurteile über das Trink oder Essverhalten unserer östlichen Nachbarn aus der Welt zu schaffen. Viel mehr geht es mir, um wichtigere Themen.

Und zwar, aus welchem Gebiet diese Menschen abstammen, über dessen Geschichte und Vergangenheit, die wenigsten etwas wissen und das, obwohl genau diese Menschen einen Großteil Europas besiedeln und zu dessen Siedlungsgebieten sogar weite Teile Deutschlands und ein Großteil Griechenlands einmal zählten.

Daneben erfahrt ihr, was es mit der Donauzivilisation (“Alteuropa”) auf sich hat und lernt einiges über die VinčaKultur und die älteste Schrift der Welt. In die Geheimnisse der slawischen Mythologie werdet ihr natürlich auch eingeweiht.

Bosnien

Was erfahrt Ihr alles und wie ist der Beitrag aufgebaut?

Vorab. Ich verspreche euch, Ihr werdet Informationen erhalten, welche ihr nie zuvor gehört habt und die faszinierend und zugleich unglaublich klingen. In diesem Beitrag möchte ich einen groben Überblick über die Slawen und Ihre Mythen geben, woher Sie kommen, wer Sie sind und das ganze dann in einzelnen Themen genauer behandeln. Sozusagen werden alle weiteren Beiträge auf diesem aufbauen.

In Bezug auf die faszinierenden Fakten!

Hier eine Kostprobe. 😉

Slawen und Germanen

Deutsche Städte, slawischen Ursprungs

Fangen wir doch mal bei der Hauptstadt an. Berlin geht auf das alte slawische Wort: Brla bzw. Brlin, Barlin zurück. Was auf die sumpfige Umgebung Berlins (z.B. Spreewald, Seen …) hindeutet. Auf bosnisch und anderen slawischen Sprachen heißt das Wort bis heute noch Bara. So dient das Berliner Wappentier, der Bär, nur dazu einen Bezug zum Namen aufzubauen.

Weitere Städte wären z.B.: Chemnitz – Kamenica / Erfurt – Brod / Oldenburg – Stari Grad. Das heutige Bundesland Brandenburg hieß beispielsweise Branibor.

Glaubt mir, ich könnte ewig so weiter machen, denn bis ins 12. Jahrhundert hinein, war der Großteil der Bevölkerung, östlich der Elbe, slawischen Ursprungs. Davon zeugen unzählige Toponyme bis heute. Außerdem berichten viele Autoren, vom 7. bis 12. Jahrhundert über Slawen in diesem Teil Europas, welche uns heute als gute Quelle dienen können.

Kap Arkona, Slawen Gott
Die Jaromarsburg auf Kap Arkona in Rügen. Gewidmet als Kultstätte dem vierköpfigen Gott Svantovit / Svetovit –
dem All sehenden.

Eine der beeindruckendsten Hinterlassenschaft der Slawen in Deutschland ist sicherlich die Jaromarsburg auf Kap Arkona auf der Insel Rügen. Diese war als Kultstätte dem vierköpfigen Kriegsgott Svantovit / Svetovit gewidmet. Die Lage der Burg am Hügel des Kaps ist überwältigend.

Slawen in Deutschland – Quellen

Eine der bekanntesten Quellen, welche über Slawen in Deutschland im frühen Mittelalter berichtet, ist die Fredegar-Chronik (7. Jahrhundert) , sowie der Chronist Einhard (770 im Maingau; † 14. März 840 Kloster Obermulinheim) welcher eine bedeutende Biografie über Karl den Großen verfasste.

Als verlässliche historische Quellen können auch viele arabische Autoren dieser Zeit dienen, da diese oft von Slawen besiedelte Gebiete bereisten. Einige dieser Chronist stammen sogar vom Hof des Kalifen von Córdoba. Zu nennen ist hier beispielsweise Ibrahim Ibn Yaqub. Im Arabischen wurden die Slawen als Saqaliba ( ṣaqālibaarabisch صقالبة) bezeichnet.

Zur Verdeutlichung, hier eine Karte Mitteleuropas um das Jahr 895. Deutlich zu sehen, die Grenze (ebenfalls ein Wort mit slawischen Wurzeln – granica) an der Elbe. Rechts davon eine Karte der Ostdeutschen Kolonisation, welche im 19. Jahrhundert bis weit in das heutige Polen reichte und das ehemalige Preußen erfasste. Das westslawische Volk der Prusen, diente den Preußen hierbei als Namensgeber.

Karte Europas Jahr 1000

Ein Großteil der slawischen Bevölkerung des heutigen Deutschlands wurde bis in 17. Jahrhundert so gut wie vollständig assimiliert. Wie ihr seht, haben sogar viele heutige Deutsche, allen voran die, welche seit mehreren Generationen östlich der Elbe beheimatet sind, slawische Wurzeln. Einzige Ausnahme bilden die Lausitzer Sorben, welche, wie der Name es bereits verrät, in der Lausitz zu finden sind. Die Namensähnlichkeit mit den Serben kommt nicht von ungefähr.

Doch um die Slawen und Germanen im heutigen Deutschland und außerhalb wird es in einem anderen Beitrag gehen. Ein unfassbar, spannendes Thema!

Slawen: Namensherkunft und Bedeutung

Kurze Etymologie des Begriffes Slawen. Hierbei sollte man noch erwähnen, dass in den slawischen Sprachen neben dem Begriff Sloven auch der Begriff Slaven verwendet wird.

Sloven (Slowen) ist derjenige, welcher spricht, weil mit ihm das Wort (Slowo) übermittelt wird.

Slaven: Der, welcher die Feier (Slava) feiert, ist rumreich (Slavan). Da die Slava (Feier) die direkte Verbindung zu den rumreichen Vorfahren ist.

Da hingegen sind die, welche nicht dieselbe Sprache sprechen: Nijemi, niemy (stumm), was in Nijemac, Nemac als Bezeichnung für den Deutschen übergegangen ist.

In die restlichen europäischen Sprachen, werden die Begriffe: Sclavus, Sclaveni, Sklavenoi zu dieser Zeit (6. , 7. Jahrhundert) wahrscheinlich ein Synonym für Sklaven und das, obwohl die Slawen, zu dieser Zeit als das einzige Volk gelten, welches selbst nie Sklaven gehalten hat. Dasselbe wird in alten Schriften den Illyrern zugesagt. Hier kann man bereits eine gewisse Parallele sehen.

Ein möglicher Grund könnte der frühe arianische Glauben (Frühchristentum) oder der Glauben an die alten Gottheiten sein. Was natürlich von seitens Rom nicht toleriert wurde.

Zur slawischen Mythologie, welche sich bis in die heutige Zeit erhalten hat, kommen wir später.

Die Slawen: Wer sie sind und woher sie kommen

Slawen Aussehen
Slawische Trachten weisen meistens florale Muster auf. In diesem Falle eine ukrainische Tracht.
credits go to: Insta: etnophoto_by_svitlanalysceva

Woher kommt dieses Volk, welches vom Adriatischen Meer bis zum Baltikum lebt und von den Steppen Sibiriens bis nach Deutschlands reicht? Der Ursprung der Slawen, ist ein Thema, welches mich persönlich immer am meisten fasziniert hat.

So einige Historiker haben sich bereits der Frage, der slawischen Urheimat angenommen und sind doch, zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen gekommen. Außerdem ist diese lebhafte Diskussion bei langen noch nicht abgeschlossen. Viele Thesen, welche vor ca. 50 Jahren und mehr aufgestellt wurden, finden sich zwar noch in Schulbüchern, sind jedoch seit langem überholt.

Und hier sind wir beim ersten großen Problem. Gibt es ein bestimmtes Ursprungsgebiet, aus welchem alle Slawen stammen oder nicht?

Slawen – Die ersten Belege / Erwähnungen

Slawen tauchen in antiken und früh mittelalterlichen Quellen, neben dem Begriff Slawen (Sclaveni, Sklavenoi) auch öfters unter anderen Namen auf, welche mit ihnen in Verbindung gebracht werden. Darunter z. B.: Sarmati ,Veneti, Venti, Vendi, Anten, Geten [1] ( Jordanes um das Jahr 550 n. Chr.).

Erste Erwähnungen reichen bereits in das 1. Jahrhundert nach Christus.

Plinius der ÄltereJordanes [2], Tacitus und Ptolemäus von Alexandria erwähnen das Volk der “Veneter” in verschiedenen Schreibweisen. In diesem Zusammenhang steht auch die deutschsprachige Bezeichnung “Wenden”, welche ebenfalls ein Synonym für alle Slawen ist.

Jordanes, Getica: „Obwohl sie von einer Nation abstammen, sind sie jetzt unter drei Namen bekannt, den Veneti, Antes und Sclaveni“ (ab unastirpe exorti, tria nomina ediderunt, id est Veneti, Antes, Sclaveni. “

Als Slawen (Sclaveni, Sklavenoi) werden sie das erste Mal im 6. Jahrhundert von oströmischen (byzantinischen) Geschichtsschreibern wie: Prokopios von CaesareaAgathias sowie in der darauffolgenden Zeit von Menander Protektor erwähnt.

 [1] Jordanes: Getica 34f., Karte bei Sebastian Brather: Archäologie der westlichen Slawen. Siedlung, Wirtschaft und Gesellschaft im früh- und hochmittelalterlichen Ostmitteleuropa. 2. Aufl. Berlin 2008, S. 53.

[2]  Frank A. Kmietowicz (1976). Alte Slawen. Verlag Worzalla.

Serbi / Sorben / Sarb: Ein Überbegriff für Slawen?

Die Begriffe Serb, Srb und ähnliche Synonyme werden in alten Schriften, bereits vor den Slawen erwähnt. Es ist nicht auszuschließen, dass der Begriff Serb, Sarb, Srb bezeichnend für alle Slawen stand, bevor dieser ihn abgelöst hat.

Oft werden die Serben außerdem mit den Triballern und Thrakern gleichgestellt, welche in Illyrien lebten. Schriftliche Aufzeichnungen reichen hier bis in die Antike und zu dem Vater der Geschichte, Herodot, welcher diese Völker im 5. Jahrhundert vor Chr. erwähnt. [2]

[2] Herodots (ca. 490–424 v. Chr.) Historien (4,49)

Eine sehr interessante Karte. Leider ist nirgends eine Jahreszahl zu finden. Ich würde sie ungefähr auf das 5. oder 6. Jahrhundert vor Chr. datieren. Achtet bitte auf das Territorium Griechenlands. Und denkt an die vorhin erwähnten Veneter und Triballer.

Europa in der Antike Karte
Friedrich Wilhelm PUTZGERs historischer Schul-Atlas, 29. Auflage, Bielefeld u. Leipzig 1905, Tafel 2.
Triballer Karte

Homer (9. Jh. v. Chr.) nannte die Veneter in der Iliade Enetoi (das Griechische kannte keinen Buchstaben v). Herodot, Historiker (5. Jh. v. Chr.), beschrieb die illyrischen Veneter, sowie die Veneter am Unterlauf der Donau und im Nord adriatischen Gebiet. [3]

Somit sind höchstwahrscheinlich, die Slawen im 9. Jahrhundert gemeint, wenn die Rede von den Venetern oder Enetoi ist.

[3] Herodotus, History vol. 7 / G B Pellegrini, A L Prosdocimi, La lingua venetica, Padova 1967, V, 9.

Das sind bei langen nicht alle Toponyme / Ethnonyme, welche auf die Begriffe: Venti, Veneti, Vendi… zu finden sind.

Um noch einmal den Bezug zu Deutschland zu ziehen. Zahlreiche deutsche Ortsnamen wie Zscherben, Serbitz, Zerben, Serba, Sirbis, Serbitz,  Altscherbitz oder Zerbst enthalten Hinweise auf Sorben/Serben und zeugen damit von der weit über 1000 Jahre währenden Präsenz dieses Ethnonyms.

Die Urheimat der Slawen

Eine der Haupttheorien, über die Urheimat der Slawen, steht heute von vielen Seiten schwer in der Kritik. In dieser Theorie besiedelten die Slawen ursprünglich ein undefiniertes Gebiet nördlich der Karpaten in der Ukraine, von wo aus sie sich im 6. und 7. Jahrhundert aufgemacht haben, um halb Europa zu besiedeln bzw. einzunehmen.

Slawen Wanderung Karte
Karte über eine heute stark infrage gestellte Expansion der Slawen .

Mir persönlich kam diese Geschichte immer schon “zu fantastisch” vor. Ein Volk, welches aus einer undefinierten Region stammt, welche dazu noch sehr fruchtbar ist, formiert sich und nimmt ein Großteil Europas ein ohne auf große Gegenwehr zu stoßen und wischt dabei jegliche Spuren von anderen Zivilisation von dieser Welt… hmm, Okey.

In diesem Zusammenhang steht auch die sogenannte Landnahme am Balkan. Vielleicht eines der größten Mythen überhaupt, wenn wir über die Slawen sprechen. Diese Theorie bezweifele ich, neben der Christianisierung des Balkans, durch die Slawenapostel Kyrill und Method im 9. Jahrhundert am meisten.

Diesen Themen werde ich (falls gewüncht) extra Beiträge widmen.

Bosnien

Ich möchte hierzu noch sagen, dass ich die Möglichkeit eines “Umzugs”, einzelner Stämme und kleiner Gruppen nicht ausschließen möchte. Jedoch bezweifele ich eine Völkerwanderung in diesem Ausmaße, wie sie immer noch in vielen Schulbüchern in weiten Teilen Europas gelehrt wird. Denn diese ist von unserem heutigen Kenntnisstand überholt.

Das werde ich am Beispiel: “Der Landnahme der Slawen am Balkan” anhand von eindrücklichen Argumenten, historischen Quellen, der Linguistik und mittels DNA Analysen, (welchen Historikern und Wissenschaftler im 19. und 20. Jahrhundert nicht zur Verfügung standen) belegen.

Doch woher kommen nun die Slawen?

Halten wir uns weiter an historischen Quellen und fügen weitere Komponenten, wie archäologische Fundstücke und eine DNA-Analyse hinzu, deutet alles auf den Donauraum Südosteuropas hin.

Wenn sich alle uns bekannten Hochkulturen entlang von Flüssen wie dem Nil, dem Euphrat, dem Tigris oder den großen Strömen Indiens und Asiens entwickelt haben. Warum dann nicht auch bei uns in Europa. An der Donau?

Die Donauzivilisation – Die älteste Hochkultur Europas (vielleicht der Welt)

Donauzivilisation Fundstücke
Fundstücke in Lepenski Vir, Serbien
@https://www.serbia.travel/de/vidi-srbiju/die-kultur/arch-ologische-fundst-tten

Für viele, die sich nicht mit dieser Thematik beschäftigten, wird das kommende höchstwahrscheinlich unglaublich faszinierend klingen.

Auf dem Gebiet des heutigen Balkan und an der Westküste des Schwarzen Meeres entdeckte man eine der frühesten Hochkulturen der Menschheitsgeschichte. Die ersten Siedlungsspuren reichen nach neuesten Wissensstand bis ca. 9.000 Jahrtausend vor Chr. und mehr zurück.

Somit wäre diese Kultur, welche oft auch als “Alteuropa” oder “Donauzivilisation” bezeichnet wird, die älteste bekannte Hochkultur der Welt und bei weitem älter als die bisher uns angenommenen, ältesten Kulturen: Mesopotamiens, Sumers und des alten Ägypten.

Die Donaukultur wären von daher auch älter als die bisher ältesten europäischen Kulturen. Die Minoer (Minoische Kultur 2000 – 1600 v. Chr.) und die der Mykener, auch bekannt als Mykenische Kultur (1600 – 1200 v. Chr.).

Wieso weiß niemand davon?

Lepenski Vir Museum
Ausgrabungen in Lepenski Vir und Teil des heutigen Museums.

Wie einmal ein bekannter französischer Forscher sagte:

Hätten wir so etwas wie Lepenski Vir oder die Vinča Kultur, wir hätten daraus ein zweites Paris gemacht!

Jetzt gelangen wir wieder zum vorausgehenden Problem. Nehmen wir die Besiedlung der Slawen im 6. und 7. Jahrhundert als eine Art Dogma oder eine psychologische Grenze, so können wir keine Verbindung zu der heutigen Bevölkerung und den Fundorten wie Lepenski Vir, Vinča, Starčevo, Vučedol (HR), Butmir (Bih) und anderen Ausgrabungen im heutigen Balkan schlagen.

Dabei gibt es eine unglaubliche Anzahl an Funden, zahlreichen Belegen, und genetischen DNA Vergleichen, die eine Kontinuität gar nicht infrage stellen, sondern die uns viele Parallelen aufweisen.

Die Vinča Kultur – und die Entstehung der Schrift

Vinca-Kultur Fundstücke
Eine in Vinca ausgegrabene Figurine

1908 entdeckte man bei Ausgrabungen in dem kleinen Ort Vinča, ca. 14 km von Belgrad entfernt, eine der größten prähistorischen Siedlungen in Europa. Benannt wurde die Kultur nach dem Fundort und gleichnamigen Dorfs. Deshalb auch der Name Vinča-Kultur.

Am Ufer der Donau entdeckte man hier eine der ersten neolithischen Siedlungen der Welt und Fundstücke unschätzbaren Werts. Um 6000 v. Chr. beginnt hier ein Stadium unglaublichen Fortschritts, den es zu diesem Zeitpunkt (soweit uns bisher bekannt) in keinem anderen Teil der Welt zu finden gibt. Dieser Fortschritt ist auch in den Bereichen: Handwerk, Bauwesen, Ackerbau, Metallverarbeitung, sowie Sprache und Schrift erkennbar.

Den Einfluss der Kultur kann man im Altgriechischen sogar noch nachweisen.

So stellten Forscher fest, dass die Vinča-Kultur, eine Vorgängerkultur der Minoischen Kultur auf Kreta sein muss. Bester Beweis ist die Vinča-Schrift, welche bis zu 40-50 % in die minoische Schrift eingeflossen ist.

Die älteste Schrift der Welt
Die sogenannten Tontafeln von Tărtăria (Rumänien) werden auf etwa 5500–5300 v. Chr. datiert und enthalten Vinča Symbole.

Ein großer Vertreter der These, nach welcher die VinčaSchrift die älteste bzw. erste Schrift der Welt sein soll, ist der Forscher Harald Haarmann. Dieser zählt zu den angesehensten Sprachwissenschaftlern weltweit und hat als Autor bereits über 40 Bücher veröffentlicht. Darunter auch zur Donauzivilisation und Vinča.

Donauzivilisation Buch

Neben deutschen Autoren wie Haarmann gibt es auch zahlreiche Autoren aus dem südosteuropäischen Raum selbst, welche Bücher zu Alteuropa und dessen Errungenschaften im Schriftsystem verfasst haben. Zu erwähnen wäre hier Radivoje Pešić, welcher in seinem Buch Vinčansko pismo (das Vinča Alphabet) auch interessante Verbindungen zum etruskischen und heutigen Alphabeten und Schriftsystemen schlägt.

Die neolithische Revolution

Doch nicht nur auf dem Gebiet der Schrift war Alteuropa anderen Kulturen um Jahrtausende voraus. Heute kann man mit Sicherheit sagen, dass es im südosteuropäischen Raum eine enorme Entwicklung im neolithischen Zeitalter gab.

(Neolithikum Jungsteinzeit. Übergang von Jäger- und Sammlerkulturen zu Hirten- und Bauernkulturen)

Ein paar der herausragenden Leistungen Alteuropas zusammengefasst.

Es bilden sich die ältesten Großsiedlungen von Stadtgröße mit bis zu 10.000 Einwohner auf etwa 400 Hektar– bedeutend größer als Çatalhöyük in Anatolien oder die ältesten Städte Mesopotamiens.

Die Schmiede Alteuropas entwickeln Schmelzverfahren, zunächst für Kupfer, ab 4600 v. Chr. auch für Gold, sie schmelzen tonnenweise Kupfer ein und fertigen die ältesten Artefakte aus Gold in der Welt.

Die Technologie des Metallgusses (Verfahren zum Schmelzen von Kupfer) wird erstmals in Alteuropa angewandt, und zwar im ausgehenden 6. Jahrtausend v. Chr., und erst einige Jahrhunderte später auch in Anatolien.

Die ersten Brennöfen zur Herstellung hochwertiger Keramikprodukte, in denen die Temperaturen kontrolliert und reguliert werden konnten, werden in Alteuropa in Betrieb genommen.

Jahrtausende vor den Griechen wurde in Alteuropa Wein gekeltert und Olivenöl produziert, und lange vor den Griechen aßen die Alteuropäer Kirschen, Erbsen und Petersilie.

Wie man anhand der herausragenden Leistungen der Donauzivilisation erkennen kann, muss unser altes Weltbild, in welchem das antike Griechenland, als Wiege der Demokratie und Zivilisationen im Mittelpunkt steht, überdacht werden.

Den Zeitpunkt für eine Revision unserer alten Weltanschauung sieht auch der Sprachwissenschaftler Harald Haarmann gekommen. Diesem Thema widmete er eines seiner neueren Werke, mit dem Titel “Wer zivilisierte die alten Griechen?”.

Wer zivilisierte die alten Griechen?

Doch inwieweit Wissenschaftler, Historiker und auch die breite Masse bereit sind, ein altes Glaubenskonstrukt zu ändern, welches die Fundamente, unserer Weltanschauung bildet, ist fraglich.

Und das selbst, wenn neue archäologische Funde, linguistische Gemeinsamkeiten und der genetische Fingerabdruck gar kein Zweifeln mehr zu lassen.

Slawische Mythologie

Slawische Mythologie
Die Svantovit-Feier auf der Insel Rügen. Bild: Alfons Mucha – Das slawische Epos

Was war ich fasziniert, als mich meine Großmutter, als kleinen Jungen zu Bett brachte und mir die fantastischsten Geschichten von Feen, mystischen Orten und mächtigen Fabelwesen erzählte, welche angeblich auf der Erde leben und zu Vorschein kommen, falls man sonstiges oder jenes tut.

Ich denke jeder der aus dem Balkan-Raum oder dem östlichen Europa stammt, kennt solche oder ähnliche Geschichten und Überlieferungen, welche nicht nur Kindern erzählt werden, sondern sogar einen festen Platz in der slawischen Kultur einnehmen und das unabhängig vom Glauben.

Zu solchen Geschichten zählten auch die Berichte über Vampire (das vielleicht international, verbreitetste slawische Wort) und den Werwolf (Vukodlak).

Vor allem im 18. Jahrhundert wurden viele Vampir-Fälle gemeldet, überwiegend aus Dörfern in Südosteuropa. Nach dem Ende des letzten Türkenkrieges 1718 waren einige Landteile, z. B. Nordserbien und ein Teil Bosniens, Österreich zugefallen. Diese Landteile wurden mit christlich-orthodoxen Flüchtlingen besiedelt, die den Sonderstatus von abgabefreien Wehrbauern hatten. Dafür sorgten sie für die landwirtschaftliche Erschließung sowie für die Grenzsicherung, sodass erstmals Vampir Berichte auch in den deutschsprachigen Raum und somit in die heutige westliche Welt gelangten.

Die slawische Mythologie stammt aus der frühesten Zeit, nahm starken Einfluss auf die griechische und römische Mythologie und findet sich sogar in unserer heutigen Zeit noch wieder. Besonders im orthodoxen Glauben haben Heilige, die Rolle von alten Gottheiten übernommen und in diesem neuen Glaubenssystem eine ähnliche Funktion erhalten, was absolut faszinierend ist.

Selbst bei der katholischen und muslimischen Bevölkerung des Balkans, hat der neue Glaube, dem alt-eingewurzelten, ein zeitgemäßes Gewand gegeben.

Slawische Gottheiten

Im Folgenden, möchte ich euch anhand von einem Beispiel zeigen, wie alte slawische Gottheiten und Bräuche ihren Weg bis in unsere heutige Zeit gefunden haben.

Perun – Gott des Donners, der Gewitter und Blitze

Perun der Donnergott
Max presnyakov, Перун.1998г.Perun

Eine der mächtigsten Gottheiten der alten Slawen, war Perun, bekannt als Gott des Donners und des stürmischen Himmels. Der alte Glaube an Perun hinterließ zahlreiche Spuren in den Namen von Menschen, Orten, Bergen und sogar Pflanzen, z.B. die Pflanze Perunika (Schwertlilie), die auch Bogiša (božja biljka) genannt wird, also Gottespflanze. Hier ein paar Orte, welche von Perun abgeleitet worden sind: Perunac, Perunov Brijeg (Banja Luka), Prenj, Pernik (Bulgarien), um nur einige zu nennen.

Zu seinen Symbolen zählten die Axt, die Schwertlilie und die Eiche. Unter alten Eichen wurden auch öfters Riten für Perun abgehalten und Geschenke da gelegt.

Im Christentum hat die Rolle des Peruns, der Heilige Elija (sveti Ilija Gromovnik) übernommen.

Eichenhain
Eichenhain, Michail Klodt, 1863

Ilindan i Aliđun 

Folgendes ist besonders, für alle interessant, die ihre Wurzeln im ehemaligen Jugoslawien haben.

Bei den Christen ebenso wie bei den Moslems wird heute auf dem gesamten Balkan und speziell in Bosnien und Herzegowina, der Kult / Feier des Ilija bzw. des Alija gefeiert. Im Volksmund auch bekannt als Ilindan oder Aliđun.

Dieser Kult ist wohl der beste Beweis dafür, dass die slawische Mythologie bis in die heutige Zeit hin zum Teil überlebt hat.

Gefeiert wurde ursprünglich der Sommer und die Ankunft des Regens. Der Kult entstand um den Donnergott Perun. In der christlichen Tradition feierte man anstelle von Perun, den heiligen Elija, im Volksmund bekannt als Donnerer (gromitelj).

Bosnien
Der heilige Elija in einem brennenden Streitwagen. Eine häufige Darstellung.

Der heilige Elija ist in der Orthodoxie als strenger und unerschütterlicher Prediger ethischer Werte hoch angesehen, ist im Alten Testament und im Neuen Testament als Prophet präsent. Die Eigenschaften von Perun wurden im Christentum ehrfurchtgebietend übernommen und ihn in den neuen Glauben integriert.

Es wird angenommen, dass der heilige Elija nicht gestorben ist, sondern dass er lebendig in einem brennenden Streitwagen in den Himmel geflogen ist, sodass diese Szene auf den Feiertags-Ilindan-Ikonen dargestellt ist.

“Do podne Ilija, od podne Alija” – Bis zum Mittag Ilija, ab dem Mittag Alija.

In der bosniakisch-muslimischen Tradition ist der Feiertag als Aliđun (Alidschun) bekannt. Abgeleitet vom Namen Alija, der eine Variante des Namens Ilija ist.  Die Aliđun (Ilindan) Feier, wird in ganz Bosnien, doch vor allem in den Orten Večići (Kotor-Varoš) und in Gerzovo bei Šipovo gefeiert.

Hier befand sich auch die Türbe des Alija Đerzelez. Dieser galt den Bosniaken als Nationalheld und Märtyrer.

Alija Đerzelez
Eine Darstellung Alija Đerzelez, links im Bild

Durch die einfache Übersetzung von Ilindan zu Aliđun wollten die muslimische Bevölkerung den Ursprung nicht verbergen. Bestätigt wurde dies durch den Spruch: „Bis Mittag Ilija, ab Mittag Alija“, (“do podne Ilija, od podne Alija”) der die Erinnerung der Menschen an die vorislamische Zeit Bosnien und Herzegowinas, einschließlich vieler seiner Feiertage, in Gedenken hält.

So feiert man bspw.  Aliđun in Visoko und unweit davon entfernt in Ilijaš, feiern die Orthodoxen den Ilindan ebenso. Selbst die Katholiken feiern den Ilindan am 20. Juli, in etwas anderer Form. Besonders in Stolac, hat dieser Tag eine wichtige Bedeutung, da der heilige Elijah als Schutzpatron der Gemeinde gilt.

Südslawen, Jugoslawen, Balkan-Slawen

Besonders die Südslawen, also die Bewohner des ehemaligen Jugoslawiens (größtenteils), sind im Laufe der Zeit (vor allem in der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts) in sehr vielen, neu gegründeten Nationen aufgegangen.

Schaut man sich die aktuelle Situation an und wirft einen Blick auf Länder wie Montenegro oder Nordmazedonien, was vor kurzem noch Mazedonien hieß, so scheint die Nationenbildung am Balkan noch nicht abgeschlossen zu sein.

Die Republika Srpska, welche als eine der Teilrepubliken von Bosnien und Herzegowina gilt, hegt ebenso Bestrebungen auf eine eigenständige Souveränität.

Serben, Kroaten und Bosnier – ein Volk? (Das Resümee)

Die aus dem 10. Jahrhundert stammende Nestor-Chronik, auch bekannt als „Erzählung der vergangenen Jahre“, ist eine der ältesten ostslawischen Schriften und eine der wichtigsten Quellen in Bezug auf die Entstehung der Kiewer Rus und der Ostslawen.

Laut dieser Chronik soll die Urheimat der Slawen das untere und mittlere Donaugebiet sein. Also zum Großteil, das Gebiet des heutigen Balkans. Von diesem Gebiet stammen auch die Kiewer Rus. Die Vorfahren der heutigen Russen, Ukrainer und Weißrussen.

Der Mönch Nestor aus Kiew berichtet auch von den Poljani / Poljanen, welche den Lebensraum des heutigen Polen besiedeln. Der Name leitet sich hier von “Polje” für das Feld ab.

Die Nestor-Chronik ist somit ein weiterer Beweis, neben den Fundstücken von Lepenski Vir und Vinca, für die Kontinuität des Donauraums als Urheimat der Slawen.

Nestor-Chronik
Ausschnitt aus der Radziwiłł-Chronik. Einem Teil der Nestor-Chronik.

Somit könnte man festhalten, dass Ost, West- und Südslawen selben Ursprungs sind und das somit auch auf die heutigen Serben, Kroaten und Bosnier zutrifft, die leider nur allzu gern neue Entstehungsmythen suchen und auch oft erfinden.

So werden z.b. alte gemeinsame Wörter, gern durch neue ersetzt (besonders beliebt bei den Kroaten), um nur ein Beispiel zu nennen. Die Liste könnte ewig weiter geführt werden.

Nach unzähligen Büchern (jeglichen Alters), Essays, sonstigen Schriften und Vorträgern, die ich zu diesem Thema bereits gelesen und gehört habe, fällt es mir ehrlich gesagt schwer, einen einzigen Autor zu nennen, welcher bis vor dem Ersten Weltkrieg, nicht von ein und demselben Volk spricht, wenn es um die Serben, Kroaten und Bosnier geht.

Zwar gibt es diese Namen, doch verstehen sich diese eher als Synonyme für ein und dasselbe Volk und deuten nur auf die jeweilige Region hin. Geteilt hat man die Südslawen nach dem Glauben und dass vor allem im 19. und 20. Jahrhundert aus dem imperialistischen Österreich-Ungarn, welche innere Unruhen ausnutzen wollten, um leichter herrschen zu können. Deswegen sollten Zagreb und Belgrad in ständigem Konflikt miteinander stehen.

Wohl wissend, dass eine Vereinigung der Südslawen höchstwahrscheinlich zum Ende des eigenen Imperiums und zum Untergang der k.u. k. Monarchie führen würde. Was mit der Niederlage des Ersten Weltkriegs auch eingetroffen ist.

Dieses Prinzip wird auch als “Balance of the Power” (Gleichgewicht der Kräfte) bezeichnet. Einen Begriff, welchen die Briten geprägt haben und nach welchem es sich am besten regieren lässt, wenn es viele kleine (schwache) Staaten, anstelle eines anderen starken Reichs auf der geopolitischen Landkarte gibt.

Wer hierzu ein sehr gutes Buch lesen will, empfehle ich “When Ethnicity Did Not Matter in the Balkans” von John Fine, einem hoch angesehen Slawisten, aus den Staaten vor.

Balkan Konflikte buch

Wer sich außerdem etwas tiefer mit der Vergangenheit der Südslawen bzw. Jugoslawen (finde diesen Begriff sehr passend) beschäftigen möchte und das vor allem zu der Zeit des frühen Mittelalters, zu welchen es wenige Quellen gibt, dem sei “Das Königreich der Slawen” (“Kraljevestvo Slovena”, “Kingdom of the Slavs”) von Mavro Orbini empfohlen.

Fazit

Das Thema Slawen und ihre Erscheinung auf den Landkarten vor dem 6. Jahrhundert ist noch längst nicht abgeschlossen und wird heiß debattiert. Meiner Meinung nach können sie nicht zufällig vom Himmel gefallen sein, um dann auf einmal halb Europa zu besiedeln.

Auch in Bezug auf die verschiedenen Konflikte in der “slawischen Welt”, aktuell Russland – Ukraine, oder vergangene Kriege, wie den in Jugoslawien, zeigt das Thema deutlich, die absolute Sinnlosigkeit von solchen Auseinandersetzungen.

Schaut man hinter die Fassade, eröffnen sich aber auch total interessante Fragen, wie z.B.: Wer war Alexander der Große wirklich? Slawischer Makedone oder doch ein Hellene / Grieche. Eine Frage, welche bis heute nicht vollends geklärt ist und einen Streitpunkt zahlloser Diskussionen darstellt.

Bosnien

Jetzt seid Ihr dran. Ich freue mich auch eure Kommentare, Anregungen und Fragen. Da ich meine Landsleute kenne, weiß ich, dass es sich für viele um ein “empfindliches” Thema handelt. Die Informationen, welche ich in dem Beitrag vorgelegt habe, sind gut recherchiert und durch Quellen belegbar.

Falls ihr jedoch andere Informationen zu einem der hier genannten Themen habt, bitte ich euch darum, euer Wissen in den Kommentaren zu teilen.

Falls sich jemand lieber privat äußern möchte, gerne unter: secrectbosnia@e.mail.de📩

Schreibt mir außerdem in die Kommentare, von welchem der Unterthemen im Beitrag, ihr euch einen einzelnen Beitrag wünscht. 😉

Weitere Beiträge zu geschichtlichen Themen in Bezug auf den Balkan findet ihr hier. History

Quellen: 

  • Jordanes Getica 34f., Karte bei Sebastian Brather: Archäologie der westlichen Slawen. Siedlung, Wirtschaft und Gesellschaft im früh- und hochmittelalterlichen Ostmitteleuropa. 2. Aufl. Berlin 2008, S. 53.
  • Florence Curta: Making of the Slavs. History and Archaeology of the Lower Danube Region, c. 500-700 A.D. Cambridge University Press, Cambridge 2001 (ausgezeichnet mit dem Herbert Baxter Adams Prize of the American Historical Association).
  • Georg Schreiber: Balkan aus erster Hand. 1971 Arena Verlag, Würzburg
  • Frank A. Kmietowicz (1976). Alte Slawen. Verlag Worzalla.
  • Heinrich Kunstmann, Die Slaven. Ihr Name, ihre Wanderung nach Europa und die Anfänge der russischen Geschichte in historisch-onomastischer Sicht. Franz Steiner Verlag, Stuttgart 1996
  • Ivo Vukcevic, Rex Germanorum, Populos Sclavorum: An Inquiry Into the Origin and Early History of the Serbs/Slavs of Sarmatia, Germania, and Illyria , 2007
Author

Hi, ich bin Aleks, der Gründer von A Secret Called Bosnia, dem ersten Blog ausschließlich über Bosnien und den Balkan. Du willst nach Bosnien oder auf den Balkan reisen? Dann bist du hier genau richtig ✓

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